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Die Autoren erzählen, wie alles anfing, was die Bewegung bewirkte und welche Kämpfe, Erfolge und Niederlagen die Hausbesetzer im Laufe der Jahrzehnte ausfochten, errangen und erlitten.
Neben den Brennpunkten Berlin, Frankfurt, Hamburg und Köln werden viele andere Städte in Deutschland, aber auch in angrenzenden Nachbarstaaten beleuchtet.
Darüber hinaus kommt zum Ausdruck, welchen Einfluss die Hausbesetzungen auf die Stadtplanung, die Kultur und Subkultur und auf das Lebensgefühl der damaligen Generation hatten.
"Das ist unser Haus" ist 'oral history', Lese-, Bilder- und nicht zuletzt Geschichtsbuch über eine Zeit, die angesichts stetig steigender Mieten und Wohnungspreise und einer fortschreitenden Gentrifizierung hochaktuell ist.

 

Sachbuch

17,4 × 3 x 23,6 cm

gebunden mit Schutzumschlag

300 Seiten

mit 45 Abbildungen

Aufbau Verlag, Berlin

ISBN 978-3-351-03660-7

26,95 Euro

Erschienen am 17. Februar 2017

Auch als eBook erhältlch,
z.B. bei beam, iBooks oder amazonkindle

 

Rezensionen

ZEIT Online vom 23.5.17

www.terz.org vom 3.6.2017

dpa-infocom vom 13.6.2017

literaturkritik.de vom 18.6.2017

FAZ vom 8.7.2017

 

Hintergründe

"So ist es mit der Wohnungsnot: Die Ausdehnung der modernen großen Städte gibt in gewissen, besonders in den zentral gelegenen Strichen derselben, dem Grund und Boden einen künstlichen, oft kolossal steigenden Wert. Die darauf errichteten Gebäude, statt diesen Wert zu erhöhen, drücken ihn vielmehr herab, weil sie den veränderten Verhältnissen nicht mehr entsprechen; man reißt sie nieder und ersetzt sie durch Läden, Warenlager und öffentliche Gebäude. Dies geschieht vor allem mit zentral gelegenen Arbeiterwohnungen, deren Miete, selbst bei der größten Überfüllung, nie über ein gewisses Maximum hinausgehen kann. (…) Das Resultat ist, dass die Arbeiter vom Mittelpunkt der Städte an den Umkreis gedrängt, dass kleinere Wohnungen selten und teuer werden und oft gar nicht zu haben sind. Denn unter diesen Verhältnissen wird die Bauindustrie, der teurere Wohnungen ein weit besseres Spekulationsfeld bieten, immer nur ausnahmsweise Arbeiterwohnungen bauen."

Dies schrieb unter dem Titel "Zur Wohnungsfrage" Friedrich Engels im Jahre 1872, exakt ein Jahrhundert, bevor in Frankfurt, Berlin, Hamburg, Köln und vielen anderen "modernen großen Städten" der sogenannte Häuserkampf begann. In ihren Grundzügen war die Misere dieselbe geblieben. Zwar baute man in den Stadtzentren vor allem Bürotürme und weniger Warenlager, zwar steuerte man den Strukturwandel in Richtung "autogerechte Stadt" an; auch blieben Arbeiter nicht die einzigen Opfer dieses Wandels, auch die Mittelschicht war bedroht. Im Wesentlichen aber hatte der Kollege und Freund von Karl Marx die Dinge richtig vorausgesehen. Und er blieb in seiner Streitschrift den Begründungszusammenhang der "Wohnungsfrage" nicht schuldig. Solange das Privateigentum an Grund und Boden fortbestehe und von der herrschenden Klasse mit Gewalt verteidigt werde, schrieb Engels, könne die Wohnungsnot nicht abgewendet werden. Ein Jahrhundert weiter bestätigten Hausbesetzer in ganz Europa Engels' Theorie.


 

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